ORD

“Nach Chicago, nach Chicago” (singt Clueso…)

Deja-vú? Letztes Jahr im Juli kam ich in Chicago an, um dort auf den Amtrak in den Südwesten umzusteigen. Also ein noch kürzerer Aufenthalt in dieser Stadt.

Nun hatte ich einen ganzen Tag Aufenthalt. Das war die Gelegenheit bei Sonnenschein unausgeschlafen durch die Stadt zu spazieren. Ich nutzte sie :)

SFO

“If you are going to San Francisco, be sure to wear flowers in your (head)”… listening to the wonderful song by Scott Mckenzie i arrive in this wonderful port city on America’s west coast once again. Feels like home, as i recognize familiar corners, enjoy understanding the language of the inhabitants of the city (that is, English and Spanish, sorry for the lack of Chinese), and can meet up with my friend Christine in a lovely restaurant, that offers a wine menu way longer than their food menu.

Second day was a wonderful one as well: We rented a two-seater convertible, passed the Golden Gate Bridge and toured the serpentines to Bolinas, CA.
My first time surfing, at least i didn’t fall off the board every time :)
Certainly not my last time… Thanks, Rebekka, for hinting me to that spo(r)t!

“Was wir über unsere Gesellschaft, ja über die Welt, in der wir leben, wissen, wissen wir durch die Massenmedien”

“Was wir über unsere Gesellschaft, ja über die Welt, in der wir leben, wissen, wissen wir durch die Massenmedien”, dieses Zitat ist aus “Die Realität der Massenmedien” von Niklas Luhmann [2004, S. 9].

Nach einem Besuch des

College for Mass Communication and Media Arts
Southern Illinois University
Carbondale, Illinois

im Sommer 2007 musste ich staunen.

An dem College, das sich mit allen möglichen Themen der Medienwelt beschäftigt, forschen über 100 Ph.D.-Studenten. Davon sind nur drei US-Amerikaner.
Eine davon habe ich getroffen: Wendy. Nach einer kleinen Tour durch das Gebäude, in dem sich Aufnahmestudios für Radio und Fernsehen sowie sehr gut ausgestattete Rechnerräume befinden, gingen wir einen Kaffee trinken.

Bei einem “Tall Flavoured Latte” erzählte mir Wendy, dass alle Ph.D.ler eine Assistenzstelle bekommen können, eigentlich haben auch alle eine. Damit sind das Studentenleben und die Studiengebühren finanziert, für ein Auto (grundlegend!) reicht es auch noch.

Die Departments für Theater und Film sind direkt nebenan, mit denen auch intensiv zusammengearbeitet wird.
Ich hatte das Glück, ein Musical sehen zu können: “Thoroughly Modern Millie”, in Broadway-Qualität.

Die Tageszeitung des College ist eine der besten von Studenten gemachten Zeitungen in den Vereinigten Staaten.
Man liest nicht von Kultur, man macht sie hier einfach selbst.

Orthogonal zu allen Einrichtungen gibt es noch das “Global Media Research Center”, das von John Downing geleitet wird, es lädt immer wieder Forscher aus der ganzen Welt (hence global) ein, um über ein aktuelles Thema nachzudenken.

Die interdisziplinäre Forschung am College hat ihre Schwerpunkte bei Journalismus, (neue) Medien und dem Internet.

Einziger Nachteil der Uni in Carbondale ist, dass sie in Illinois ist: Kein Meer, kein Flair, kein Efeu.
Wer rurale Lebensart mag und gerne Massenmedien in allen Facetten verstehen will, ist hier jedoch sehr gut aufgehoben. Die akademischen Menschen sind wunderbar locker: “Should I drop you off somewhere?”
Vielleicht gibt es ja ein Teilzeitstudium :-)

Public Transport Islands

Although you might consider “Öffentlicher Personen-Nahverkehr” a ridiculous word monster, you have to admit it, at least it works.
Here is my trip description to get around this summer in 21st century Bay Area in California (In parentheses the ticket price in US$).

  • Bus (1.75)
  • BART (4.25)
  • CalTrain (4.00)
  • Taxi (12.00)
  • Bus (1.75)
  • Bus (1.75)
  • CalTrain (4.00)
  • BART (4.25)

Can you handle public transport in CA?

Stations neither explain where the trains are going to, nor on which platform they arrive.

I had to use four different payment systems.

People in California seem to be able to integrate their Websites with XML and Service APIs better than their real life issues. Like transport.

OK, everybody has a car. “Everybody” has a great paying job, too and “everybody” likes polluting.

There sure is potential (a web-app ?) for integrating transportation to a smooth experience.

Start-Ups, if you need a consultant, giving input from a German (we know how to public transport :), just drop me a line.

Grenzerfahrungen

Stell’ Dir vor, es ist Nacht. Mitten in der wüstenartigen Steppe um den 30. Breitengrad, die nur von sich dauersonnenden kleinen Reptilien bewohnt wird, stechen tagsüber die Sonne und die Mücken jeden, der sich hier länger als fünf Minuten außerhalb eines mit Klimaanlage ausgestatteten Fahrzeuges befindet. Aber es ist Nacht und kalt. Ein mehrere hundert Kilometer breites Niemandsland zwischen den USA und Mexiko. Kein Licht. Plötzlich strahlt ein Scheinwerfer in das dunkelfarbige Gesicht eines jungen Mannes. Er ist ganz in Schwarz gekleidet und hat einen Rucksack auf.
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Öffentlicher Personennahverkehr in San Diego

Man hört nicht viel Gutes über den Zustand des Public Transport in den Vereinigten Staaten. Außer heute. Mit einem 3-Tages-Ticket für 12 US$ bin ich wunderbar in San Diego rumgekommen. Die Straßenbahn (Trolley Blue Line) hält bis auf wenige Blocks vor meiner Herberge. Die südliche Endhaltestelle der Blue Line ist San Ysidro, der Stadtteil, von dem aus man in 10 Minuten zu Fuß nach Mexiko laufen kan. Die Nachbarstadt heißt Tijuana und hat als Hauptattraktion den Zugang zu den USA.

Im Norden endet die Blue Line in Old Town, dem ursprünglichen Stadtkern, der originalgetreu touristisch aufbereitet wieder aufgebaut wurde. Cowboy-Filme sind nicht übertrieben, das sah hier vor 150 Jahren wirklich so aus.
Außerdem kann man von hier aus auf ein der zwei anderen Trolley-Lines umsteigen und auf zahlreiche Busse, die La Jolla und UC San Diego anfahren. Außerdem Pacific Beach und Ocean Beach. Zu letzerer fährt der Bus 35. Nach zwanzig Minuten fahrt wird man direkt an einem Surfer-Pazifik-Strand ausgespuckt und ich fühle mich gezwungen, “California Dreaming” zu singen. Es findet gerade ein Surf-Wettbewerb für Kinder statt. Früh übt sich…

Der ganze Strand ist mit Volleyballnetzen bespannt. Sport im Wasser, Sport auf dem Sand. Es bleibt ein kleiner Platz für passive Sonnenanbeter übrig.