{"id":368,"date":"2012-06-22T17:40:06","date_gmt":"2012-06-22T15:40:06","guid":{"rendered":"http:\/\/thilodeussen.de\/blog\/?p=368"},"modified":"2012-06-25T13:02:53","modified_gmt":"2012-06-25T11:02:53","slug":"alles-ausser-mein-koerper","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/thilodeussen.de\/blog\/2012\/reflection\/alles-ausser-mein-koerper\/","title":{"rendered":"Alles, au\u00dfer mein K\u00f6rper"},"content":{"rendered":"<p>In einem Artikel \u00fcber das \u00f6ffentliche Fu\u00dfballschauen, dem sog. Public Viewing (den man <a href=\"http:\/\/faz-community.faz.net\/blogs\/digital\/archive\/2012\/06\/22\/public-viewing-besser-als-live.aspx\" target=\"_blank\">hier live lesen <\/a>kann) umschreibt H. U. Gumbrecht die heute\u00a0weit verbreitete\u00a0Bildschirmarbeit als eine &#8220;Verfugung von Software und individuellem Bewu\u00dftsein. K\u00f6rper sind in solchen Situationen nicht mehr als die &#8212; notwendige &#8212; individuelle Voraussetzung f\u00fcr &#8212; ebenfalls individuelle &#8212; Bewu\u00dftseinsleistungen.&#8221;<\/p>\n<p>Die typische Geste ist das Tippen auf der Tastatur, die typische K\u00f6rperhaltung das auf dem Stuhl aufrecht sitzen, der typische Blick der ernst-konzentrierte auf einen Monitor. Jedoch sind diese typischen Beobachtungen nur der Mangelhaftigkeit der Schnittstelle, in Gumbrechts Bild der schlechten Verfugung zwischen Mensch und Computer geschuldet.<\/p>\n<figure style=\"width: 480px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.phdcomics.com\/comics\/archive.php?comicid=1501\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" \" title=\"Working (by Jorge Cham, phdcomics.com)\" src=\"http:\/\/www.phdcomics.com\/comics\/archive\/phd060412s.gif\" alt=\"Working \" width=\"480\" height=\"208\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-caption-text\">Working <\/figcaption><\/figure>\n<p>(Quelle:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.phdcomics.com\/comics\/archive.php?comicid=1501\">www.phdcomics.com<\/a>)<\/p>\n<p>Wie kommt er vom Fu\u00dfballschauen, das man auch oft\u00a0vor einem Bildschirm praktiziert,\u00a0zum Bildschirmarbeitsplatz, dessen rechtliche Ausgestaltung sich in der &#8220;<a href=\"http:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/bildscharbv\/index.html\" target=\"_blank\">Verordnung \u00fcber Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit an Bildschirmger\u00e4ten<\/a>&#8221; findet? Am Monitor ist man allein mit seiner Software. Beim Gruppenschauen ist man Teil eines Kollektivs.<\/p>\n<p>Um seine k\u00f6rperliche N\u00e4he mit Anderen auf der Arbeit gebracht, sehnt sich der Einzelne nach eben dieser. Das Wiedererlangen der eigenen K\u00f6rperlichkeit wird nach einem virtualisierten Arbeitstag noch verhindert durch den fortgesetzten Aufenthalt in &#8212; ebenso virtuellen &#8212; sozialen Netzen, bis man schlie\u00dflich den Monitor ausschaltet und seinen Fu\u00dfballfreunden in den Arm f\u00e4llt. Aus der Umarmung wird sich dann nur noch gel\u00f6st, um schnell auf\u00a0dem Smartphone auf dem Laufenden zu bleiben und noch eben diese eine Nachricht raus zu schicken.<\/p>\n<pre>escape<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einem Artikel \u00fcber das \u00f6ffentliche Fu\u00dfballschauen, dem sog. Public Viewing (den man hier live lesen kann) umschreibt H. U. 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