We still know surprisingly little

Don’t we? Indeed we still know surpringly little about the implicit statements being made when uttering “we still know surprisingly little”.
It seems like the title of this blog-post is a favourite phrase from researchers around the globe. As of this day, I am part of the community of WSKSP-users.

Search for “we still know surprisingly little” on Google.

First step to becoming a great philosopher: understand, that you don’t know anything, and let yourself be surprised. Maybe somebody got it wrong. Now everybody is surprised not knowing something.

When you’re done, try “know surprisingly little” to broaden (more hits) your mind what else we don’t know. Yet.
Still want more? Try “[your name here] is” and find out something you didn’t know about yourself (well, your name).

Here I am.

Vier Faustregeln zum wissenschaftlichen Arbeiten

Lassen wir einen Profi sprechen.

  1. „Das Thema soll den Interessen des Kandidaten entsprechen…
  2. Die Quellen, die herangezogen werden müssen, sollen für den Kandidaten auffindbar sein…
  3. Der Kandidat soll mit den Quellen, die herangezogen werden müssen, umgehen können…
  4. Die methodischen Ansprüche des Forschungsvorhabens müssen dem Erfahrungsbereich des Kandidaten entsprechen”

Wer also eine Abschlussarbeit schreiben will, sollte auch eine schreiben, die er schreiben kann.

Der Urheber dieser vier Faustregeln ist Umberto Eco. Aus seinem Handbuch “Wie man eine wissenschaftliche Abschlußarbeit schreibt. Doktor-, Diplom- und Magisterarbeit in den Geistes- und Sozialwissenschaften

circular questioning

Inspiriert von den Gedanken Heinz von Foersters in “Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners. Gespräche für Skeptiker” möchte man sich folgendes vorstellen.*

Eine Familie, Vater, Mutter, Sohn, und Tochter, macht eine Therapie.

Der Therapeut stellt jedem Anwesenden 4 Fragen, was er über sich selbst und über die anderen denkt.
Außerdem stellt er jedem Anwesenden 4^2-4 = 12 Fragen, was er denkt, was jeweils die anderen über die anderen denken.

So ergeben sich bei einer vierköpfigen Familie schon 4^3 (Anzahl der Teilnehmer hoch drei), also 64 Fragen. Im Folgenden einmal nur die Fragen, die der Vater gestellt bekommt.

Was denkt V über sich selbst?
Was denkt V über M?
Was denkt V über S?
Was denkt V über T?

Was denkt V, was M über V denkt?
Was denkt V, was M über sich selbst denkt?
Was denkt V, was M über S denkt?
Was denkt V, was M über T denkt?

Was denkt V, was S über V denkt?
Was denkt V, was S über M denkt?
Was denkt V, was S über sich selbst denkt?
Was denkt V, was S über T denkt?

Was denkt V, was T über V denkt?
Was denkt V, was T über M denkt?
Was denkt V, was T über S denkt?
Was denkt V, was T über sich selbst denkt?

Der Clou ist jetzt, dass man einerseits diese Fragen durcheinander stellt, beziehungsweise zirkulär immer aufeinander folgen lässt, und andererseits die anderen Familienmitglieder immer gleich darauf reagieren können und sei es nur in Form eines entgeisterten Gesichtsausdruckes.

Eine schriftliche Ausarbeitung einige Antworten als Vorbereitung auf die Sitzung ist auch denkbar.

*) Heinz von Foerster. Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners. Gespräche für Skeptiker. Carl-Auer-Systeme Verlag. 3. Auflage. 1999. Der Verweis ist dort auf Seite 80 zu finden.