Medien-Wandlung

Welches Medium ist das richtige, um eine Nachricht zu übertragen? Einerseits meint der Sender: “Was meine Information am Besten darstellt”, andererseits meint der Empfänger:”Was mich die Mitteilung am Besten aufnehmen lässt”.

Es freut sich der Dritte, der von einem Medium zum anderen wechselt.

Allgemeines Problem:
Konvertierung von auditiven zu visuellen Daten und vice versa.

  • Sprache -> Text
    Spracherkennung (Sprache überdefiniert, was geschrieben werden kann)
  • Text -> Sprache
    Sprachsynthese (Text unterdefiniert, was gesprochen werden kann)

Konvertierung von Bilddaten zu Textdaten.

  • Bild -> Text
    OCR (falls Text im Bild)
    Muster-, Form-, Bild-Erkennung mit Künstlicher Intelligenz (falls ein Foto oder eine Zeichnung im Bild)
  • Text -> Bild
    Sampling (Text wird abfotografiert)
    Malen nach Anleitung (Text wird auf Gestaltungshinweise untersucht)

Bisher nur denkbar, aber nicht machbar, ist die Konvertierung von Geruch, Geschmack und Sinnesdatum, das über die Haut erfahren wird, wie Druck, Wärme oder Kälte.
Spezielles Problem:
Konvertierung der verfügbaren Techniken untereinander

  1. SMS (proprietärer Text-Dienst der Mobilfunkbetreiber)
  2. Email (Protokolle zur Übertragung von Text und als Text kodierte sonstige Daten)
  3. Brief (kann als ein Bild aufgefasst werden, welches meist größtenteils Textdaten enthält)
  4. Fax (ist klassisch ein Bild, ein Faksimile)
  5. Instant Message (alle Text-Nachrichten, deren Start- und Endpunkte im Internet liegen, und auf schnellstmögliche Zustellung hoffen)
  6. Sprachnachricht (auf Anrufbeantworter)
  7. Telefonanruf

Dieses Problem löst sich teilweise durch die durchgängige Digitalisierung der Daten und damit der vollständigen Verfügbarkeit für maschinelle Verarbeitung.

Fehlt was?

Das selbe und das gleiche sind das selbe und das gleiche

Hose und Musik (cc) by ..LobiWer “das selbe” sagt, meint oft “das gleiche”. Oder andersrum.

Der Unterschied liegt nicht in den verglichenen Gegenständen (im allgemeinen Sinne, Lebewesen nicht ausgeschlossen), sondern auf welcher Ebene abstrahiert wird.

L.: “Du hast doch die selbe Hose wie K. an.”
M.: “Quatsch, das ist die gleiche Hose. Oder stehen wir beide in der selben Hose drin?”

L. hat dann in der Tat Unrecht von der selben Hose zu sprechen, wenn er den Gegenstand selbst meint. Selbstverständlich teilen sich M. und K. nicht eine einzige Hose. doch meint L., dass M. und K. das gleiche Modell der Hose tragen.

Was als richtig akzeptiert wird, hängt von der persönlichen Gewöhnung und einer Mehrheitsentscheidung im eigenen sozialen Umfeld ab.

L.: “Meinetwegen, dann steht K. also auch auf die gleiche Musik wie Du.”
M.: “Schon wieder Quatsch, L. Natürlich mag ich die selbe Musik wie K.”

M. hat es verstanden. In seiner Peer Group ist es normal, Musik als etwas anzusehen, dass unabhängig von einer konkreten Manifestation ist. Auch wenn K. und M. verschiedene CDs besitzen, andere MP3-Kodierungen gewählt haben, eventuell verschiedene Aufnahmen des selben (!) Liedes besitzen, stehen beide auf die selbe Musik.

  • Klasse “Hose” -> konkret
  • Klasse “Musik” -> abstrakt

Wie steht es mit Folgendem, das selbe oder das gleiche?

Wohnung, Eltern, CD-Sammlung, Freundeskreis, sexuelle Ausrichtung, Hefeweizen, Telefonnummer, Telefon.

Kontext! Natürlich kommt bei Gleichem noch das Problem der Ähnlichkeit hinzu. Kurz: Choose your level of abstraction first.